Spam

  • Fabian Sinner
  • Januar 18, 2024

Inhaltsverzeichnis

    Spam

    Spam bezeichnet unerwünschte Kommunikation, meist in Form von E-Mails, die in Massen versendet werden und häufig Werbung, Phishing-Versuche oder Schadsoftware enthalten. Diese Nachrichten werden oft ohne Einwilligung der Empfänger verschickt und können auch in sozialen Netzwerken, Foren oder als SMS auftreten.

    Spam kann störend sein, Ressourcen verbrauchen und potenziell zu Sicherheitsrisiken führen. Spamfilter und gesetzliche Regelungen versuchen, das Aufkommen der unerwünschten Nachrichten zu kontrollieren und die Benutzer zu schützen.

    Woher kommt der Name Spam?

    Der Name „Spam“ für unerwünschte E-Mails und Nachrichten hat seinen Ursprung in einem Sketch der britischen Comedy-Gruppe Monty Python. In diesem Sketch, der in den 1970er Jahren ausgestrahlt wurde, wird Spam (eine Marke für Dosenfleisch) in einem Café in jedem Gericht serviert, unabhängig davon, ob die Kunden es wollen oder nicht.

    Dieses Übermaß und die Aufdringlichkeit wurde im Sketch metaphorisch auf die Flut unerwünschter E-Mails übertragen, die Empfänger oft erhalten, ohne sie angefordert zu haben.

    Arten von Spam

    Spam beschränkt sich nicht nur auf E-Mails, sondern es gibt auch viele andere Arten:

    • E-Mail-Spam: Dies ist die am weitesten verbreitete Form. Sie umfasst unerwünschte, massenhaft versendete E-Mails, die häufig Werbung für Produkte oder Dienstleistungen enthalten, aber auch betrügerische Inhalte wie Phishing-Versuche beinhalten können.
    • Social Media Spam: Diese Art tritt in sozialen Netzwerken auf und kann in Form von unerwünschten Nachrichten, Kommentaren, Postings oder Freundesanfragen auftreten. Oft zielen diese darauf ab, Nutzer auf bestimmte Webseiten umzuleiten oder gefälschte Produkte zu bewerben.
    • SMS-Spam: Unerwünschte oder massenhaft versendete Textnachrichten, oft mit Werbung oder betrügerischen Angeboten. Diese können besonders störend sein, da sie direkt auf das persönliche Mobiltelefon des Empfängers gesendet werden.
    • Spam in Foren und Kommentarbereichen: Hierbei handelt es sich um unerwünschte Beiträge in Online-Foren, Blogs oder Kommentarbereichen von Webseiten. Diese können aus Werbung, Links zu zweifelhaften Webseiten oder irrelevanten Inhalten bestehen.
    • Suchmaschinen-Spam: Diese Technik wird verwendet, um die Suchmaschinen-Rankings bestimmter Webseiten künstlich zu erhöhen. Sie umfasst Methoden wie Keyword-Stuffing, versteckten Text und manipulierte Backlinks.
    • Instant Messaging Spam (IM Spam): Ähnlich wie SMS-Spam, aber über Instant-Messaging-Dienste wie WhatsApp, Telegram oder Facebook Messenger. Sie umfassen unerwünschte Werbung, Betrugsversuche oder Phishing-Links.
    • Spam-Calls: Automatisierte Telefonanrufe, die eine vorab aufgezeichnete Nachricht abspielen. Diese Anrufe werden häufig für Werbezwecke oder Betrugsversuche verwendet.

    Wie erkenne ich Spam?

    Wer nicht sicher ist, ob es sich bei einer Nachricht um Spam handelt, der kann auf einige Anzeichen achten, die häufig auf Spam hinweisen:

    • Unbekannte Absender: Die E-Mail kommt von einer unbekannten Adresse oder einem unbekannten Unternehmen.
    • Irreführende Betreffzeilen: Die Betreffzeile scheint irrelevant oder alarmierend zu sein und soll zum Öffnen der E-Mail verleiten.
    • Schlechte Rechtschreibung und Grammatik: Viele Spam-E-Mails enthalten Grammatik- und Rechtschreibfehler.
    • Unerbetene Angebote: Die E-Mail enthält Angebote für Produkte oder Dienstleistungen, die für den Empfänger nicht relevant sind.
    • Druckmittel: Die Nachricht versucht, ein Gefühl der Dringlichkeit zu vermitteln, z. B. durch Drohungen, das Konto zu schließen, wenn nicht sofort gehandelt wird.
    • Anhänge oder Links: Die E-Mail enthält Anhänge oder Links, die verdächtig erscheinen oder keinen Bezug zum Text haben.
    • Anfragen nach persönlichen Informationen: Die E-Mail fordert den Empfänger auf, persönliche oder finanzielle Informationen preiszugeben.

    Auswirkungen von Spam

    Die Auswirkungen von Spam können vielfältig sein und sowohl Einzelpersonen als auch Organisationen betreffen. Das Durchsuchen und Löschen der Nachrichten kann viel Zeit in Anspruch nehmen. Dies kann besonders in beruflichen Umgebungen zu einem erheblichen Produktivitätsverlust führen.

    Spam kann außerdem gefährliche Inhalte wie Malware, Viren oder Phishing-Links enthalten. Das Öffnen solcher Nachrichten oder das Klicken auf Links in solchen E-Mails kann zu Datendiebstahl, Betrug oder der Infektion von Computersystemen führen.

    Spam verbraucht Speicherplatz in E-Mail-Postfächern und kann die Bandbreite von Netzwerken belasten, was besonders für Unternehmen mit begrenzten Ressourcen problematisch sein kann. Unternehmen, die ungewollt Spam versenden oder deren Namen in Spam-Nachrichten missbraucht werden, können auch an Glaubwürdigkeit und Vertrauen bei Kunden verlieren.

    In vielen Ländern gibt es strenge Gesetze gegen das Versenden von Spam. Unternehmen, die gegen diese Gesetze verstoßen, können mit Geldstrafen oder anderen rechtlichen Konsequenzen konfrontiert werden. In extremen Fällen kann eine große Menge an Spam die Funktionalität von E-Mail-Servern oder Netzwerken beeinträchtigen, indem sie diese verlangsamt oder sogar zum Absturz bringt.

    Wie kann ich die Zusendung verhindern?

    Die meisten E-Mail-Dienste bieten integrierte Spam-Filter, die unerwünschte E-Mails automatisch erkennen und in einen separaten Ordner verschieben. Der Spam Filter sollte aktiviert und an individuelle Bedürfnisse angepasst sein. Mithilfe von E-Mail-Filterregeln können verdächtige E-Mails automatisch erkannt und sortiert werden.

    Der Spam-Ordner sollte regelmäßig überprüft werden, um sicherzustellen, dass keine wichtigen E-Mails fälschlicherweise als Spam markiert wurden. Auch die Antivirensoftware und Firewall sollten immer auf dem neuesten Stand sein, um Schutz vor schädlichen Inhalten in Spam-Nachrichten zu bieten.

    Beim Herausgeben der E-Mail-Adresse sollte man immer vorsichtig sein. Es sollte vermieden werden, die E-Mail-Adresse öffentlich, z. B. auf Webseiten oder in sozialen Medien, zu teilen. Persönliche Informationen sollten niemals auf fragwürdigen Websites angegeben werden. Für Online-Registrierungen oder Dienste, bei denen Spam zu erwarten ist, kann eine separate E-Mail-Adresse verwendet werden.

    Es gibt auch Dienste für temporäre E-Mail-Adressen, die nach kurzer Zeit automatisch gelöscht werden. Wichtig ist auch eine Skepsis gegenüber E-Mails von unbekannten Absendern, insbesondere wenn sie unerwartete Anhänge oder Links enthalten. Man sollte niemals auf Spam-E-Mails antworten, auch nicht, um sich abzumelden, da dies den Spam-Versendern nur bestätigt, dass Ihre Adresse aktiv ist.

    Was ist der Unterschied zu Phishing?

    Der Hauptzweck von Spam ist häufig die Vermarktung von Produkten oder Dienstleistungen. In einigen Fällen können sie auch für betrügerische Zwecke verwendet werden, aber nicht jede Nachricht hat eine betrügerische Absicht. Spam wird in großen Mengen versendet, oft an eine breite und unbestimmte Zielgruppe, ohne Rücksicht auf die Interessen oder Wünsche der Empfänger.

    Phishing ist eine spezifischere Art von Cyberangriff, bei dem der Absender versucht, vertrauliche Informationen wie Benutzernamen, Passwörter, Kreditkartendaten oder andere sensible Daten zu erlangen. Das Hauptziel von Phishing ist es, durch Täuschung an persönliche oder finanzielle Informationen der Empfänger zu gelangen. Diese Informationen werden dann für betrügerische Zwecke wie Identitätsdiebstahl oder finanziellen Betrug verwendet.

    Phishing-Nachrichten sind oft so gestaltet, dass sie von vertrauenswürdigen Quellen wie Banken, sozialen Netzwerken, Unternehmen oder sogar Freunden zu stammen scheinen. Sie enthalten häufig Aufforderungen zum Handeln, wie das Klicken auf einen Link oder das Eingeben persönlicher Informationen auf einer gefälschten Webseite.

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