Klimaneutralität

  • Fabian Sinner
  • März 8, 2024

Inhaltsverzeichnis

    Klimaneutralität

    Im Zuge der fortschreitenden digitalen Transformation und des wachsenden Bewusstseins für Umweltfragen rückt die Klimaneutralität in den Fokus von Unternehmen, Regierungen und Privatpersonen. Das Konzept der Klimaneutralität wird zu einer essenziellen Zielsetzung im Kampf gegen die globale Erwärmung.

    Klimaneutralität impliziert, dass die Gesamtbilanz der Treibhausgasemissionen auf null gesenkt wird, was durch eine Kombination aus Emissionsreduktion und -kompensation erreicht werden kann. Vor allem auch im Kontext der Informationstechnologie (IT) sind spezielle Herausforderungen und Lösungsansätze zur Erreichung einer klimaneutralen IT-Branche relevant.

    Von Energieeffizienz über den Einsatz erneuerbarer Energien bis hin zu umfassenden Nachhaltigkeitsberichten – der Weg zur Klimaneutralität ist vielschichtig und verlangt ein koordiniertes Vorgehen aller Beteiligten.

    Was ist Klimaneutralität?

    Klimaneutralität bedeutet, dass ein Individuum, Unternehmen oder Land keine negativen Auswirkungen auf das Klima hat, indem es seine Netto-Treibhausgasemissionen (THG) auf null reduziert.

    Dies wird in der Regel durch eine Kombination aus der Reduzierung von Emissionen und dem Ausgleich der verbleibenden Emissionen durch Investitionen in klimafreundliche Projekte erreicht, wie z.B. Aufforstung, Erneuerbare Energien oder andere Methoden zur Entfernung von Treibhausgasen aus der Atmosphäre.

    Klimaneutralität ist ein wichtiges Ziel im Kampf gegen den Klimawandel, da es zur Stabilisierung der globalen Temperaturen beiträgt, indem es die Zunahme der Treibhausgase in der Atmosphäre begrenzt.

    Verschiedene Länder und Unternehmen haben sich bereits Ziele zur Erreichung der Klimaneutralität gesetzt, um im Einklang mit dem Pariser Abkommen zu stehen, das darauf abzielt, die Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad Celsius über vorindustriellen Niveaus zu begrenzen.

    Was ist Klimaneutralität in Bezug auf die IT-Branche?

    Klimaneutralität in Bezug auf Informationstechnologie (IT) ist ein Zustand, in dem die IT-Branche keine negativen Auswirkungen auf das Klima hat, indem sie die Menge der von ihr verursachten Treibhausgasemissionen auf ein Minimum reduziert und alle verbleibenden Emissionen durch Maßnahmen zur Emissionsreduktion oder -kompensation ausgleicht.

    Dies umfasst verschiedene Strategien und Praktiken in allen Phasen der IT-Lebenszyklen, von der Herstellung von Hardware über den Betrieb von Rechenzentren und Netzwerken bis hin zur Nutzung und Entsorgung von IT-Geräten.

    Wie kann die IT-Branche klimaneutral werden?

    Es gibt einige Ansätze, mit deren Hilfe Klimaneutralität in der IT-Branche erreichbarer wird. Die Verbesserung der Energieeffizienz von Rechenzentren, Servern, Netzwerkgeräten und Endnutzergeräten ist entscheidend, um den Energieverbrauch und die damit verbundenen Emissionen zu reduzieren.

    Der Übergang zu erneuerbaren Energiequellen für den Betrieb von Rechenzentren und Büros reduziert die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und unterstützt eine nachhaltige Energiezukunft.

    Eine umweltbewusste Gestaltung, Produktion, Nutzung und Entsorgung von IT-Geräten kann dazu beitragen, den ökologischen Fußabdruck der IT zu minimieren.

    Die Förderung von Cloud-Computing, Virtualisierung und anderen effizienzsteigernden Technologien hilft, die Anzahl physischer Geräte und Server zu reduzieren und damit die Umweltauswirkungen zu verringern.

    Für Emissionen, die nicht vermieden oder reduziert werden können, können Unternehmen in Klimaschutzprojekte investieren, um ihre CO2-Bilanz auszugleichen. Dies kann durch die Unterstützung von Aufforstungsprojekten, erneuerbaren Energieprojekten oder anderen Initiativen zur Reduzierung von Treibhausgasen geschehen.

    Unternehmen setzen sich zunehmend konkrete Ziele für das Erreichen der Klimaneutralität und berichten transparent über ihre Fortschritte. Dies beinhaltet häufig die Verwendung international anerkannter Standards und Rahmenwerke zur Messung und Berichterstattung von Emissionen.

    Was ist der Unterschied zwischen Klimaneutralität und CO2-Neutralität?

    Klimaneutralität und CO2-Neutralität sind Begriffe, die im Zusammenhang mit Klimaschutzmaßnahmen häufig verwendet werden, sich aber auf leicht unterschiedliche Konzepte beziehen.

    CO2-Neutralität bezieht sich auf den Zustand, in dem die Aktivitäten einer Person, eines Unternehmens oder eines Landes keine negativen Auswirkungen auf das Klima haben, indem die Nettoemissionen aller Treibhausgase (THG) auf Null reduziert werden. Zu den Treibhausgasen gehören nicht nur Kohlendioxid (CO2), sondern auch andere Gase wie Methan (CH4), Distickstoffoxid (N2O) und fluorierte Gase, die ebenfalls zur globalen Erwärmung beitragen.

    Klimaneutralität wird erreicht, indem die Emissionen dieser Gase reduziert und die verbleibenden Emissionen durch Maßnahmen wie Aufforstung oder Investitionen in klimafreundliche Technologien ausgeglichen werden.

    Bei der Klimaneutralität geht es speziell darum, eine Netto-Null-Bilanz der Kohlendioxidemissionen zu erreichen. Das bedeutet, dass für jede in die Atmosphäre freigesetzte CO2-Menge eine entsprechende CO2-Menge entweder vermieden oder aus der Atmosphäre entfernt wird, zum Beispiel durch den Einsatz von Technologien zur Abscheidung und Speicherung von Kohlenstoff. Die Kohlenstoffneutralität betrifft nicht direkt die Emissionen anderer Treibhausgase.

    Der Hauptunterschied zwischen den beiden Konzepten liegt daher in ihrem Anwendungsbereich: Die Klimaneutralität bezieht sich auf alle Treibhausgase, während sich die Kohlenstoffneutralität ausschließlich auf Kohlendioxid konzentriert.

    Da CO2 der Haupttreiber des anthropogenen Klimawandels ist, ist die Kohlenstoffneutralität ein wichtiger Schritt in Richtung Klimaneutralität, deckt aber nicht das gesamte Spektrum der Treibhausgasemissionen ab, die zur Erreichung der umfassenden Ziele des Klimaschutzes angegangen werden müssen.

    Klimaneutralität: Lösungsansätze für Unternehmen

    Um klimaneutral werden zu können, sollten Unternehmen einen mehrstufigen Prozess durchlaufen, der die Bewertung, Reduzierung und Kompensation ihrer Treibhausgasemissionen umfasst.

    Emissionsinventur:

    • Ermittlung der CO2-Bilanz: Das Unternehmen muss zunächst seinen CO2-Fußabdruck ermitteln, indem es alle direkten und indirekten Treibhausgasemissionen berechnet, die durch seine Aktivitäten entstehen. Dies umfasst Emissionen aus eigenen Betriebsmitteln (Scope 1), indirekte Emissionen aus der Nutzung von gekaufter Energie (Scope 2) und alle anderen indirekten Emissionen, die in der Wertschöpfungskette entstehen (Scope 3).

    Emissionsreduktion:

    • Identifizierung von Reduktionspotenzialen: Auf Basis der Emissionsinventur identifiziert das Unternehmen Bereiche mit dem größten Einsparpotenzial und entwickelt Strategien zur Reduzierung dieser Emissionen.
    • Umsetzung von Reduktionsmaßnahmen: Dazu gehören Maßnahmen wie die Steigerung der Energieeffizienz, der Einsatz erneuerbarer Energien, die Optimierung von Produktionsprozessen, die Reduzierung von Abfällen und die Förderung nachhaltiger Mobilität.

    Kompensation der verbleibenden Emissionen:

    • Investition in Klimaschutzprojekte: Unvermeidbare Emissionen können durch die Unterstützung von externen Klimaschutzprojekten kompensiert werden. Diese Projekte können beispielsweise in den Bereichen Aufforstung, erneuerbare Energien oder Energieeffizienz angesiedelt sein und müssen nachweislich Treibhausgase reduzieren oder binden.

    Zertifizierung und Berichterstattung:

    • Nachweis der Klimaneutralität: Viele Unternehmen streben eine unabhängige Zertifizierung ihrer Klimaneutralität an, um Glaubwürdigkeit und Transparenz zu gewährleisten.
    • Kommunikation: Die ergriffenen Maßnahmen und erreichten Fortschritte sollten regelmäßig intern und extern kommuniziert werden, um Stakeholder zu informieren und das Bewusstsein für Klimaschutz zu fördern.

    Kontinuierliche Verbesserung:

    • Überwachung und Überprüfung: Unternehmen sollten ihre Emissionsdaten regelmäßig überprüfen und aktualisieren, um Fortschritte zu messen und weitere Reduktionspotenziale zu identifizieren.
    • Anpassung der Strategien: Basierend auf den gewonnenen Erkenntnissen können Anpassungen und Verbesserungen der Klimaschutzstrategie vorgenommen werden, um die Klimaneutralität langfristig zu sichern und zu verbessern.

    Diese Schritte erfordern ein fortlaufendes Engagement und die Bereitschaft, in nachhaltige Technologien und Praktiken zu investieren. Durch das Erreichen der Klimaneutralität können Unternehmen nicht nur einen Beitrag zum globalen Klimaschutz leisten, sondern oft auch ihre Betriebseffizienz verbessern und langfristig Kosten sparen.

    Link11 und die eigenen Bestrebungen

    Link11 engagiert sich für Klimaneutralität, indem wir alle Prozesse darauf ausrichten, die Umweltbelastung zu minimieren. Wir sind uns der wachsenden Bedeutung von Cyber-Resilienz und dem damit verbundenen Energiebedarf, insbesondere von Rechenzentren, bewusst und ergreifen proaktive Maßnahmen für grüne Initiativen.

    Diese umfassen unter anderem die Option für Kunden, sich für „grüne“ Dienste zu entscheiden, die sorgfältige Auswahl umweltfreundlicher Partner und die Unterstützung von Projekten zur Reduzierung von CO2-Emissionen. Außerdem erkennt die Green Web Foundation Link11 als grünen Anbieter an.

    Als Teil des Engagements für Klimaneutralität arbeitet Link11 eng mit ClimatePartner zusammen. Diese Partnerschaft ermöglicht es uns, unseren CO2-Fußabdruck präzise zu berechnen und durch gezielte Projekte zur CO2-Reduktion auszugleichen.

    Durch diese strategische Kooperation stärken wir nicht nur unsere nachhaltigen Geschäftspraktiken, sondern bieten unseren Kunden auch die Möglichkeit, sich aktiv an der Reduzierung von Emissionen zu beteiligen und damit einen positiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Erfahren Sie jetzt mehr über die Klimaneutralität bei Link11.

     

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