HTTP 500 Fehler

  • Fabian Sinner
  • Januar 24, 2024

Inhaltsverzeichnis

    HTTP 500 Fehler

    Die Anzeige von einem HTTP 500 Fehler ist beim Surfen im Internet keine Seltenheit. Während viele andere Error-Codes, wie zum Beispiel der HTTP Fehler 404, ein klares Problem signalisieren die Problemquelle recht offensichtlich kommunizieren, geht es auch wesentlich komplizierter.

    Die Darstellung eines HTTP-Fehler 500 wäre so ein Beispiel, bei dem sich die Ursache wesentlich weniger transparent gestaltet. Hier können Nutzer nicht immer nachvollziehen, wo das exakte Problem liegt, da die Fehlermeldung eher unspezifisch ist.

    Wie entsteht ein HTTP 500 Fehler?

    Die Anzeige eines 500-Fehlers erscheinen oft als Nachrichten wie „500 – Internal Server Error“ oder „HTTP Status 500 – Internal Server Error“. Auch andere, ähnliche Meldungen können im Browser angezeigt werden. Alle haben eines gemeinsam: Den wirklichen Grund für einen nicht zustande gekommenen Verbindungsversuch wird man nicht herauslesen können – hilfreiche Details sind Mangelware.

    Die Bezeichnung „Internal Server Error“ gibt zumindest einen Hinweis, woher das Problem kommt: Der angesprochene Server hat ein nicht lokalisierbares Problem entdeckt und wird daran gehindert, die gewünschte Webseite korrekt zu laden. In solch einem Fall hat sich üblicherweise in die Webserver-Konfiguration ein Fehler eingeschlichen. Beispiele hierfür wären:

    • Server-Überlastung: Ein oder mehrere Prozesse setzen dem Server zu und überlasten den verfügbaren Arbeitsspeicher. Alternativ könnten aber auch Dateien so groß sein, dass der Server beim Laden der Inhalte an seine Grenzen gerät.
    • Fehlerhafte .htaccess-Datei: Möglicherweise hat sich ein Fehler in die äußerst komplexe .htacess-Datei eingeschlichen, der zu einer nicht optimalen Verfügbarkeit führt.
    • Inkompatible Plug-ins: Viele Content-Management-Systeme (CMS), ganz besonders aber WordPress, arbeiten verstärkt mit funktionellen Plug-ins. Ein fehlerhaftes Update oder plötzliche Inkompatibilität könnte die Ursache sein.
    • Falsche Berechtigungen: Die Hauptdateien der Webseite oder gewisse Unterordner werden normalerweise mit Berechtigungen versehen. Kommt es hier zu einem Fehler, wirkt sich das auf die Verfügbarkeit aus.
    • Beschädigte Datenbank: Die Datenbank agiert als Kernstück einer jeden Webseite. Kommt es dort zu Unregelmäßigkeiten oder Beschädigungen, führt dies unter Umständen zu einer Fehlermeldung.
    • Verbindungsstörung: Sollte es beim Versuch eines Webseitenbesuchs zu einer Störung der Verbindung kommen, kann dies zur Anzeige eines HTTP-Fehlercodes führen.

    Wie kann solch ein Fehler behoben werden?

    Bei der Anzeige eines 500-Fehlers gibt es für den Nutzer drei Lösungsmöglichkeiten, um das Problem auf der Clientseite zu lösen:

    • Checken Sie ihren Browser auf etwaige Kompatibilitätsprobleme. Aktualisieren Sie den Browser auf die neueste Version oder probieren Sie alternativ einen anderen Browser aus, um das Problem einzugrenzen.
    • Löschen Sie den Browsercache und laden Sie die Webseite erneut.
    • Besuchen Sie die gewünschte Webseite mit einem Gerät außerhalb Ihres eigenen Netzwerks, um zu prüfen, ob der Fehler z.B. auch den Zugriff über das mobile Internet verhindert.

    Als Webmaster gestaltet sich die Behebung des Problems komplizierter, da der Fehler zunächst gefunden muss. Und die Zeit drängt, denn fehlerhafte Seiten lassen nicht nur die Kundenzufriedenheit sinken, sondern wirken sich außerdem negativ auf das Google-Ranking aus.

    Findet der Google Crawler mehrere nicht erreichbare Seiten, wird sich das unweigerlich auf das Ranking Ihrer Seiten auswirken und mögliche SEO-Positionierungsfortschritte innerhalb kürzester Zeit zunichtemachen.

    Webmaster sollten zuerst herausfinden, woher das Problem kommt:

    • Der erste und wichtigste Schritt ist die Prüfung des eigenen Servers. Läuft der Server noch? Wenn nicht, sollten Sie den Hoster kontaktieren, um den Server schnell wieder zum Laufen zu bringen.
    • Liegt es nicht an der Verfügbarkeit des Servers, sollten Sie die internen Log-Dateien überprüfen. In den meisten Fällen wird aus diesen ersichtlich, wo und warum der Fehler entstanden ist.

    Ist der Fehler einmal identifiziert, unterscheidet sich die Lösung nur wenig vom klassischen Vorgehen im Falle eines anderen HTTP-Fehlers:

    • Beschädigte oder überlastete Datenbank: Es kann passieren, dass die Datenbank entweder aufgrund eines Fehlers repariert werden muss oder diese durch einen datenhungrigen Prozess überlastet wurde. Alternativ können Sie ein Backup der Datenbank neu aufspielen, um den Fehler zu beheben.
    • Fehlerhafte Plug-ins: Ein falsch geupdatetes Plug-in kann entweder allein für das Problem sorgen oder zu einer Inkompatibilität zu einem anderen Add-on führen. Deaktivieren Sie die vorhandenen Plug-ins im CMS-Backend nach und nach und prüfen Sie, ob der Fehler dadurch behoben werden kann.
    • Übergroße Dateien auf der Webseite: Prüfen Sie die Logs, ob sich auf Ihrer Webseite eine unnatürlich große Datei eingeschlichen hat, die die Prozesse überfordert und damit blockiert.
    • Prüfung der .htaccess-Datei: Die hinterlegte .htaccess-Datei ist in vielen Fällen ein komplexes, aber äußerst elementares Dokument. Hier können sich Fehler einschleichen, vor allem wenn man dort seine 301-Redirects einträgt. Ein kleiner Tipp- oder Denkfehler kann zu weitreichenden Problemen führen. Da die Kontrolle dieser Datei meist nur mit großem Zeitaufwand zu prüfen ist, lohnt sich immer das Neuaufspielen eines Backups.
    • Fehlerhafte Datei- und Ordnerberechtigungen: Webmaster können Seitenbesucher auf Wunsch aktiv daran hindern, gewisse Webinhalte einzusehen. Der Grund dafür kann vielfältig sein. Kommt es allerdings zu einem 500-Errorcode, könnte die Berechtigung für eine Zielressource falsch gesetzt sein.
    • Änderung/Update der PHP-Version: In manchen Fällen kann es passieren, dass die aktuelle PHP-Version Probleme bereitet. Versuchen Sie daher im besten Fall eine neue PHP-Version zu nutzen. Alternativ können Sie auch auf eine ältere Version zugreifen, wenn nur diese verfügbar sein sollte.
    • Erhöhung des PHP-Speicherlimits: Sollten Sie einen HTTP-500-Error angezeigt bekommen, könnte dies auch mit dem zugewiesenen PHP-Speicher zusammenhängen. Möglicherweise überschreiten diverse PHP-Skripte die verfügbaren Ressourcen. Erhöhen Sie das Speicherlimit dementsprechend.
    • Backup der Webseite: Sollten Sie keine Lösung für den 500-Errorcode finden, besteht immer noch die Möglichkeit, mit Hilfe eines Backups die gesamte Webseite wiederherzustellen. Damit setzen Sie alle Inhalte auf den Tag des Backups zurück – also an einem Tag, bei dem der Fehler möglicherweise noch nicht existiert hat.

    Wie bei einer Vielzahl anderer HTTP-Fehler ist die Ursache des Problems nicht immer sofort ersichtlich. In manchen Situationen ist der Fehler klar, in vielen Situationen benötigt man eine Analyse, um den Ursprung des Übels zu finden. Es ist nicht auszuschließen, dass ein HTTP-500-Fehler auch aus einem anderen Grund entstehen kann, wie in den Punkten erwähnt.

    Hier finden Sie nur einen Auszug der klassischen Fehlerquellen. Wissen Sie selbst nicht mehr weiter, kontaktieren Sie Ihren Hoster für weitere Informationen oder nutzen Sie die Backup-Funktion, um ihre Webseite auf einen Status vor dem Fehler zurückzusetzen.

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