HTTP 403 Fehler

  • Fabian Sinner
  • Januar 24, 2024

Inhaltsverzeichnis

    HTTP 403 Fehler

    Die Anzeige eines HTTP 403 Fehlers meldet dem Nutzer, dass es einen Fehler bei einer Webseitenanfrage gab. Sollte ihr Webbrowser einen 403: Forbidden Code statt der gewünschten Internetseite anzeigen, lief etwas nicht wie geplant und sie erhalten keine Berechtigung für den Seitenbesuch.

    Die Anzeige dieses HTTP-Statuscodes lässt sich allerdings nicht an einem grundsätzlichen Problem festmachen, denn die Fehlerursache kann ganz unterschiedliche Gründe haben.

    Was bedeutet ein HTTP-Fehler 403: Forbidden?

    Die Fehlermeldung reiht sich in eine Vielzahl von möglichen HTTP-Statuscodes ein, die ein Nutzer im Internet antreffen kann. Fehlermeldungen mit einer „4“ am Anfang signalisieren, dass es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um ein clientseitiges Problem handelt.

    Ein 403: Forbidden Code bedeutet, dass der angesprochene Server die Anfrage zwar erkennt, diese aber nicht autorisieren kann oder möchte. Das Ergebnis: Die Page wird für Sie gesperrt und der Browser informiert sie über den Fehler.

    Allerdings liegt nicht immer ein technisches Problem zugrunde, denn auf vielen Webseiten wird das Durchsuchen bestimmter Verzeichnisse vom Besitzer aktiv unterbunden. Die Gründe dafür können vielzählig sein: Der Webseitenbetreiber könnte sensitive oder private Inhalte bewusst für manche Nutzer aussperren oder Material zusätzlich schützen, das beispielsweise leicht kopierbar und dadurch einfach zu entwenden wäre.

    Warum sieht eine 403-Fehlermeldung nicht immer gleich aus?

    Fehlerseiten können vom Webseitenbesitzer manuell angepasst und dargestellt werden. In den meisten Fällen ist es üblich eine generische, weiße Seite mit schwarzem Fehlertext im Browser zu sehen.

    Passt der Betreiber seine Fehlermeldungen visuell an, kann die Seite beispielsweise mit Bildern oder in Firmenfarben dargestellt werden. Selbst die Darstellung des Fehlercodes kann variieren, auch wenn die Kernnachricht immer die gleiche bleibt. Wundern Sie sich also nicht, wenn der Fehler auf solchen Seiten „403 – Forbidden“, „403 – Access denied“ oder „403 – Oops, something went wrong“ heißt.

    Was verursacht die Anzeige eines 403-Fehlercodes?

    Wie bereits erwähnt, kann es verschiedene Gründe für die Anzeige der 403-Fehlermeldung geben. Das Problem liegt in den meisten Fällen auf der Clientseite, kann aber auch auf spezielle Einstellungen des Website-Betreibers zurückzuführen sein.

    Mögliche Ursachen für die Anzeige eines 403-Fehlers könnten sein:

    • Einstellung des Webseitenbetreibers: Die besuchte Webseite ist nur für eine bestimmte Art von Nutzern freigeschaltet oder ihre IP-Adresse befindet sich innerhalb eines geblockten IP-Bereichs.
    • Technische Probleme auf der Webseite: Die Domain wird nicht auf den richtigen Server weitergeleitet, eingesetzte Plug-ins verursachen Probleme, eine fehlende Indexdatei, besonders restriktive Regeln der hinterlegten .htaccess-Datei oder weitere Probleme mit technischem Hintergrund.
    • Fehlerquelle auf Nutzerseite: Möglicherweise gab es einen Tippfehler bei der Eintragung der URL oder die Webseite wurde zu einem ungünstigen Moment geladen, als es auf der Zielseite selbst temporär Probleme gab.

    Wie kann ich das Problem eines HTTP-Fehler 403: Forbidden lösen?

    Potenzielle Lösungsansätze ergeben sich aus den Problemstellungen, die im vorherigen Absatz erwähnt wurden. In manchen Situationen kann die Lösung simpel sein, in anderen Fällen sind Ihnen möglicherweise die Hände gebunden. In jedem Fall lohnt es sich folgende Aktionen bei der Anzeige eines HTTP-Fehler 403: Forbidden auszuführen:

    • Webseite im Browser neu laden: Es kann immer passieren, dass eine Webseite in dem Moment geöffnet wird, in dem es zielseitig zu einem Problem gekommen ist. Eine einfache Aktualisierung des geöffneten Browser-Tabs kann daher bereits genügen.
    • Überprüfung der URL: Gab es einen Tippfehler? Nicht selten kommt es vor, dass sich z.B. ein Buchstabendreher in die Eingabe der URL geschlichen hat.
    • Löschen des Browser-Caches: Grundsätzlich immer ein Lösungsansatz ist die Löschung des eigenen Browser-Caches.
    • Plug-ins des Browsers deaktivieren: Es gibt Situationen, in denen der angesprochene Webserver den Zugang verwehrt, weil ungewünschte Plug-ins erkannt wurden. Geläufige Beispiele wären Adblocker, oder Proxy-Add-ons, die nicht überall gerne gesehen werden.
    • Eigene Firewall-Einstellungen: Ein letzter Versuch könnte die Deaktivierung der eigenen Firewall sein – aber nur, sofern Sie der Zielseite auch tatsächlich vertrauen.

    Gibt es Lösungsansätze für Webmaster im Falle eines 403-Fehlercodes?

    Nicht nur Nutzer haben mehrere Lösungsmöglichkeiten, um das Problem zu lösen. Natürlich können auch Besitzer/Betreiber der Webseite verschiedene Ansätze ausprobieren, um den Fehlercode zu beseitigen.

    • Wiederherstellung der .htaccess-Datei: Sollte eine .htaccess-Datei im aktuellen Server-Setup vorhanden sein, kann sich der Fehler oft dort verbergen. Die .htaccess agiert als grundlegende Konfigurationsdatei des Systems, in der viele Informationen wie bspw. Link-Weiterleitungen (301 Redirects) eingetragen werden. Solch eine Liste kann sich in kürzester Zeit extrem vergrößern. Wer .htaccess-Dateien kennt, der weiß, wie unübersichtlich diese sein können. Nur in den seltensten Fällen lohnt es sich, mit zeitraubender Arbeit das Problem selbst zu identifizieren. Leichter wäre es, die vorhandene Datei zu löschen und vom System eine neue generieren zu lassen.
    • Überprüfung der Dateiberechtigungen: Webmaster können jeder hinterlegten Datei auf dem System eine eigene Berechtigung zuweisen, die darüber entscheidet, wer was genau tun darf. In seltenen Fällen kann es passieren, dass sich hier eine fehlerhafte Konfiguration eingeschlichen hat.
    • Eigenen CDN überprüfen: Ein Content Delivery Network (CDN) wird gerne genutzt, um den Nutzer Inhalte wie Bilder oder Videos schneller zur Verfügung zu stellen. Sollte es hier in den Einstellungen klemmen, kann dies zu einem 403-Fehlercode führen. Das lässt sich leicht mit der temporären CDN-Deaktivierung und der folgenden Prüfung der eigenen Webseite testen.
    • Check der Plug-ins: Viele Webseiten, vor allem auf WordPress-Basis, arbeiten mit Plug-ins. In vielen Fällen führen Unregelmäßigkeiten von Plug-ins zur Anzeige eines 403: Forbidden-Fehlers. Entweder wurden genutzte Plug-ins lange nicht aktualisiert, ein durchgeführtes Update war fehlerhaft oder Plug-ins haben mit Kompatibilitätsproblemen untereinander zu kämpfen. Die temporäre Deaktivierung einzelner Erweiterungen und eine folgende Prüfung könnte bei der Ursachenforschung helfen.

    Abschließend sei gesagt, dass die Gründe für einen HTTP-Fehler 403: Forbidden vielfältig sein können und die Suche nicht immer leicht ist. Es gibt aber für Nutzer, wie auch Webseitenbetreiber direkte Lösungsmöglichkeiten, um das Problem zu beheben. Sollten all die Lösungsvorschläge nicht funktionieren, lohnt sich grundsätzlich immer die Kontaktaufnahme mit dem eigenen Hoster.

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