HTTP 400 Fehler

  • Irina Dobler
  • Januar 23, 2024

Inhaltsverzeichnis

    HTTP 400 Fehler

    HTTP-Statuscodes dienen der Kommunikation zwischen Webservern und Clients und geben Aufschluss über den Zustand einer Anfrage. Ein HTTP 400 Fehler: Bad Request ist ein HTTP-Statuscode, der auftritt, wenn der Server die Anfrage des Clients aufgrund von Fehlern auf Seiten des Clients nicht verstehen kann.

    Was bedeutet der HTTP 400 Fehler?

    Der Statuscode 400 ist ein allgemeiner Fehler, der darauf hinweist, dass der Server die eingehende Anfrage des Clients nicht verarbeiten kann oder will. Im Kontext von HTTP zeigt „Bad Request“ an, dass die Serverseite die Anfrage nicht interpretieren konnte. Anders ausgedrückt, zeigt der Server an, dass die Anfrage nicht den Anforderungen des Protokolls entspricht oder als fehlerhaft interpretiert wurde. Der Fehler liegt somit auf der Seite des Clients, also des Nutzers, der die Anfrage stellt.

    Der Internet Engineering Task Force (IETF) definiert den 400-Statuscode als eine Meldung, dass der Server die Anfrage aufgrund eines vermuteten Fehlers des Clients nicht verarbeiten möchte. Dieser Fehler kann verschiedene Ursachen haben, die von falsch eingegebenen URLs bis zu Problemen mit Cookies und Serverbeschränkungen reichen.

    Diese Fehlermeldung kann auf verschiedene Probleme hinweisen, darunter syntaktische Fehler in der Anfrage oder unzureichende Informationen, um die Anfrage zu verstehen.

    Was ist die Ursache eines HTTP 400 Fehlers?

    • URL-Syntaxfehler: Eine häufige Ursache für den HTTP 400 Fehler ist das Vorhandensein von syntaktischen Fehlern in der Anfrage des Clients. Dies können Tippfehler oder ungültige Zeichen in der Anfrage sein. Der Server erwartet eine bestimmte Struktur und Syntax gemäß dem HTTP-Protokoll. Abweichungen davon können zu einer Ablehnung der Anfrage führen.
    • Beschädigter Browser-Cache & Cookies: Selbst bei korrekter URL kann der Fehler auftreten, wenn Dateien im Browser-Cache beschädigt sind oder Probleme mit abgelaufenen/beschädigten Browser-Cookies auftreten. Dies kann besonders bei Authentifizierungsproblemen auftreten.
    • DNS Lookup Cache: Wenn lokale DNS-Daten nicht mit den registrierten DNS-Informationen synchronisiert sind, kann dies zu einem HTTP 400 führen. Probleme mit der Namensauflösung und veraltete DNS-Einträge sind mögliche Auslöser.
    • Dateigröße zu groß: Ein weiterer möglicher Grund für einen Bad Request ist, wenn die Größe der Anfrage die vom Server festgelegten Grenzen überschreitet. Dies ist insbesondere bei Uploads oder Datenübertragungen relevant, bei denen der Server Begrenzungen für die empfangenen Daten festgelegt hat.
    • Allgemeiner Serverfehler: In seltenen Fällen kann auch ein serverseitiges Problem einen HTTP 400 auslösen. Dies könnte auf allgemeine Serverprobleme, Serverstörungen oder auf nicht näher spezifizierte temporäre Probleme hinweisen.

    Wie kann das Problem behoben werden?

    Die Lösungsansätze für einen HTTP 400 Fehlerr können eine systematische Diagnose zur Behebung der möglichen Ursachen erfordern. Manchmal lässt sich das Problem jedoch durch Aktualisierung der Seite beheben. Sollte dies nicht funktionieren, gibt es alternative Lösungsansätze:

    1. Überprüfen der übermittelten URL: Da dies eine häufige Ursache ist, sollte zuerst die übermittelte URL überprüft werden. Unerwünschte Zeichen oder Syntaxfehler sollten korrigiert werden. Der Einsatz von Online-URL-Encodern/Decodern kann helfen, unzulässige Zeichen automatisch zu erkennen und zu korrigieren.
    1. Browser-Cache löschen: Beschädigte, lokal gespeicherte Webseitendateien können zu Fehlern führen. Das Löschen des Browser-Caches kann dieses Problem beheben und die Website ordnungsgemäß laden.
    1. Browser-Cookies löschen: Falls das Löschen des Browser-Caches nicht ausreicht, sollten auch Cookies gelöscht werden. Insbesondere bei Authentifizierungsproblemen können beschädigte oder abgelaufene Cookies den HTTP 400 auslösen.
    1. Prüfen des Dateiuploads: Bei Dateiuploads sollte die Größe der hochzuladenden Datei im Rahmen der Serverbeschränkungen liegen. Das Testen mit kleineren Dateien kann helfen, um zu überprüfen, ob die Dateigröße das Problem verursacht.
    1. DNS-Cache löschen: Das Löschen des DNS-Caches kann eine effektive Lösung sein. Der DNS-Cache speichert die Zuordnung von Domainnamen zu IP-Adressen, um die Namensauflösung zu beschleunigen. Wenn ein Eintrag im Cache beschädigt oder veraltet ist, kann dies zu HTTP 400-Fehlern führen.
    1. Browser-Erweiterungen deaktivieren: Browser-Erweiterungen, insbesondere solche, die Cookies beeinflussen, könnten Probleme verursachen. Temporäres Deaktivieren dieser Erweiterungen und erneutes Laden der Seite kann helfen, die Ursache zu identifizieren.

    Bleibt der Erfolg dennoch aus, besteht die Möglichkeit Kontakt mit dem Webmaster oder dem Internet-Service-Provider aufnehmen.

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