Ab sofort arbeitet Link11 mit dem IT-Dienstleister und Netzbetreiber bisping & bisping aus Lauf an der Pegnitz zusammen. Als Managed Service Provider bietet bisping & bisping den KI-gestützten DDoS-Schutz von Link11 mittelständischen Unternehmen in Süddeutschland an. Ziel der Partnerschaft ist es, Firmen ohne eigenes Sicherheitsteam wirksam vor Überlastungsangriffen zu schützen und sie bei der Umsetzung des NIS2-Gesetzes zu unterstützen.
Das Wichtigste in Kürze:
- Partnerschaft: bisping & bisping ist autorisierter Link11-Partner für Infrastruktur- und Applikationsschutz in Süddeutschland.
- Zielgruppe: Mittelständische Unternehmen, Behörden und Betreiber kritischer Infrastrukturen.
- Leistung: automatisierte DDoS-Abwehr, bei bekannten Angriffsmustern sofort, bei neuen Mustern in unter zehn Sekunden.
- Datenhoheit: Verarbeitung ausschließlich in deutschen Rechenzentren, DSGVO-konform und ISO-27001-zertifiziert.
- Regulatorik: Das NIS2-Umsetzungsgesetz verpflichtet seit Dezember 2025 rund 30.000 Unternehmen in Deutschland zu Schutzmaßnahmen, ausdrücklich auch gegen DDoS-Angriffe.

Florian Brinkmann (Channel Sales Manager DACH, Link11) und Johannes Bisping (CEO bisping & bisping) besiegeln die Managed-Service-Partnerschaft. Foto: bisping & bisping
Wie funktioniert ein DDoS-Angriff?
Bei einem DDoS-Angriff (Distributed Denial of Service) senden Angreifer über viele gekaperte Systeme gleichzeitig so viele Anfragen an einen Server, dass dieser überlastet wird. Das Ergebnis gleicht einem künstlich erzeugten Stau: Die Straße ist voll, obwohl niemand ans Ziel will – echte Kunden kommen nicht mehr durch.
Für Unternehmen bedeutet das, dass Webshops, Kundenportale oder E-Mail-Dienste nicht mehr erreichbar sind. Ausfälle von mehreren Stunden bis Tagen führen zu Umsatzverlust, Aufwand für die Wiederherstellung und einem Vertrauensverlust bei den Kunden.
Wie hat sich die Bedrohungslage entwickelt?
Laut dem Allianz Risk Barometer 2026 sind Cybervorfälle zum fünften Mal in Folge das weltweit größte Geschäftsrisiko. 42 Prozent der Befragten nannten sie als größte Gefahr für ihr Unternehmen – der höchste jemals gemessene Wert. In Deutschland liegt dieser Anteil sogar bei 52 Prozent.
Der Link11 European Cyber Report 2026 zeigt: Die Zahl der DDoS-Angriffe ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken, ihre Intensität hingegen deutlich gestiegen. Als mögliche Ursache für den Rückgang der Angriffszahl gilt die verstärkte internationale Strafverfolgung.
Laut Report gehört Deutschland gemeinsam mit der Ukraine, Litauen, Polen, Estland und Tschechien zu den am häufigsten angegriffenen Ländern in Europa.
Warum ist der Mittelstand besonders betroffen?
Mittelständische Unternehmen sind oft Teil kritischer Lieferketten, haben aber selten dedizierte IT-Sicherheitsteams. Der Aufbau eines eigenen DDoS-Schutzes verursacht hohe Investitions- und Personalkosten. Zudem nutzen Angreifer DDoS-Attacken zunehmend für Erpressungszwecke: Sie drohen mit Ausfällen und fordern Lösegeld.
Mit dem NIS2-Umsetzungsgesetz steigt der Handlungsdruck. Bei Verstößen drohen besonders wichtigen Einrichtungen Bußgelder von bis zu zehn Millionen Euro oder zwei Prozent des weltweiten Jahresumsatzes.
Was leistet der gemeinsame DDoS-Schutz?
Der Schutz von Link11 ist KI-gestützt und vollautomatisch. Der Datenverkehr wird kontinuierlich analysiert, sodass Angriffe ohne manuelles Eingreifen erkannt und abgewehrt werden können. Dadurch wird die Reaktionszeit verkürzt und das Risiko menschlicher Fehler reduziert.
Im Angriffsfall leitet das System den Datenverkehr durch ein Netz von Scrubbing-Centern. Dort wird schädlicher Traffic von legitimem getrennt. Echte Kundenanfragen erreichen ihr Ziel weiterhin, während der Angriff wirkungslos bleibt. Die Schutzbandbreite beträgt bis zu 100 Gbit/s.
bisping & bisping ergänzt diese Technologie um regionale Infrastruktur: Als lizenzierter Netzbetreiber betreibt das Unternehmen mehrere Rechenzentrumsstandorte, eigene Glasfaserleitungen und ein redundantes 100-Gbit/s-Backbone in Mitteleuropa. Die Systeme erreichen eine durchschnittliche Verfügbarkeit von 99,9 Prozent (Verfügbarkeitsklasse 3). Der IT-Dienstleister ist seit mehr als 35 Jahren am Markt.
„Die Partnerschaft mit bisping & bisping ist für uns ein wichtiger Schritt, um mittelständische Unternehmen in Süddeutschland noch gezielter zu erreichen. bisping & bisping bringt jahrzehntelange Erfahrung und eine belastbare Infrastruktur vor Ort mit, während wir die Technologie und Expertise im DDoS-Schutz liefern”, sagt Jens-Philipp Jung, CEO von Link11.
„Gerade der Mittelstand ist von Cyberangriffen besonders bedroht und hat an den Folgen von Ausfällen seiner Online-Dienste hart zu tragen. Deshalb haben wir uns für die Partnerschaft mit Link11 entschieden“, erklärt Jan-Philipp Becker, Geschäftsführer von bisping & bisping.
Lisa Fröhlich